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Carsten Schneider ist Fraktionsgeschäftsführer der SPD im Bundestag. Quelle: imago images/Christian Spicker

SPD-Fraktionsmanager fordert von Spahn Klärung des „Impfstoffchaos“

Berlin. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) muss sich nach Ansicht der SPD-Fraktion stärker für mehr Impfstoff gegen das Coronavirus einsetzen und dafür mit Pharmafirmen kooperieren.

Bei einem Gipfel mit allen in Deutschland produzierenden pharmazeutischen Unternehmen müsse Spahn klären, „welche Produktionsstätten bestehen und kurzfristig nutzbar gemacht werden können“, sagte der Parlamentarische Fraktionsgeschäftsführer Carsten Schneider der Deutschen Presse-Agentur.

„Der Bundesgesundheitsminister muss das Chaos um die Lieferung und Verteilung des Impfstoffes nun schnell beenden.“

Spahn habe alle Möglichkeiten, weitreichende Maßnahmen zur Umstellung und Öffnung von Produktionsstätten der pharmazeutischen Industrie zu ergreifen, sagte Schneider. Wenn die erste Woche des neuen Jahres ohne Impfstofflieferung beginne, dränge sich der Verdacht auf, „dass der Impfbeginn eine Showveranstaltung war“.

Zuletzt hatte es Wirbel um die Lieferungen der Impfdosen an die Bundesländer gegeben. Die nächste Charge soll nun am 8. Januar eintreffen.

„Wir haben in Deutschland auch durch die staatliche Unterstützung einen Impfstoff gegen das Virus entwickelt. Es ist nicht akzeptabel, dass dieser Impfstoff nach dem Impfbeginn nicht mal in der angekündigten Menge zur Verfügung steht“, kritisierte Schneider.

RND/cle/dpa