Anzeige
Eine Krankenschwester bereitet eine Dosis des Moderna-Covid-19-Impfstoffs vor. Quelle: Kevin Hagen/AP/dpa

Moderna-Impfstoff: 91.200 weitere Dosen sollen Ende Januar kommen

Berlin. Für den Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna sind baldige weitere Lieferungen an die Bundesländer geplant. Nach den ersten 63.600 Dosen zum Auftakt am Dienstag sollen in der letzten Januarwoche weitere 91.200 Dosen kommen. Das geht aus einer Aufstellung des Bundesgesundheitsministeriums hervor, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt.

Folgen sollen dann in der Woche vom 8. Februar 226.800 Dosen und in der Woche vom 22. Februar weitere 674.400 Dosen. Das Präparat von Moderna ist der zweite zugelassene Impfstoff neben dem Mittel der Hersteller Biontech und Pfizer.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet bis Ende des ersten Quartals mit zwei Millionen Dosen von Moderna für Deutschland, im Laufe des Jahres mit 50 Millionen Dosen. Eine Wahlmöglichkeit, wer welchen Impfstoff bekommt, soll es vorerst nicht geben.

Derweil hat nach der Ankunft des Moderna-Impfstoffs in Deutschland am Dienstag die Verteilung begonnen. Von der Artland-Kaserne im niedersächsischen Quakenbrück aus wird er in andere Bundesländer transportiert, wie ein Bundeswehrsprecher bestätigte.

Der Moderna-Impfstoff für Deutschland werde zunächst in die Bundeswehrapotheke Quakenbrück gebracht, sagte die Vize-Chefin des Corona-Krisenstabs der niedersächsischen Landesregierung. Von dort werde er an die Verteilzentren der Bundesländer und dann an die Impfzentren in den jeweiligen Ländern geliefert.

63.600 Impfdosen sollen ausgeliefert werden

Dem Bundesgesundheitsministerium zufolge sollten am Dienstag die ersten 63.600 Dosen ausgeliefert werden. Der Moderna-Impfstoff muss bei etwa minus 20 Grad Celsius gelagert werden. Er ist 30 Tage bei Kühlschranktemperatur und zwölf Stunden bei Raumtemperatur stabil.

Das Versorgungs- und Instandsetzungszentrum Sanitätsmaterial in der Artland-Kaserne in Quakenbrück hat den Status einer Bundeswehrapotheke. Von dort aus werden Militärstandorte in Norddeutschland sowie Einsätze im afrikanischen Mali mit Medizingeräten, Arzneimitteln und Medizinprodukten versorgt. Die Bundeswehrapotheke ist zudem Weiterbildungs- und Ausbildungsstätte etwa für Pharmazeutisch-kaufmännische Assistenten, Apotheker, Pharmazeutisch-technische Assistenten und Medizintechniker.

RND/dpa