Der Innenminister von Baden-Württemberg, Thomas Strobl, hält seine Bewerbungsrede als stellvertretender Vorsitzender beim digitalen Bundesparteitag der CDU am 16. Januar. Quelle: Michael Kappeler/dpa

CDU-Vize Strobl ruft Partei zu Zusammenhalt unter Laschet auf

Berlin. Der stellvertretende CDU-Chef Thomas Strobl hat seine Partei zum Zusammenhalt unter Armin Laschet im Superwahljahr 2021 aufgerufen und dem neuen Vorsitzenden Siegerqualitäten zugeschrieben. Mit Blick auf die Bekanntgabe des Briefwahlergebnisses für Laschet an diesem Freitag sagte der baden-württembergische Innenminister dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND): „Armin Laschet hat ja in Nordrhein-Westfalen gezeigt, dass er weiß, wie man Wahlen gewinnt.“

Am 14. März sind in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz Landtagswahlen. „Das ist eine große Aufgabe für uns alle, da sind wir auch alle gemeinsam in der CDU gefordert – mit dem neu gewählten Bundesvorsitzenden Armin Laschet an der Spitze“, sagte Strobl. Sein baden-württembergischer Landesverband hatte sich vor der digitalen Vorstandswahl am vorigen Samstag mehrheitlich für den dann unterlegenen Friedrich Merz ausgesprochen. Auch Strobl persönlich hatte für Merz geworben.

Alle Christdemokraten müssten daran mitarbeiten, die Partei so aufzustellen, dass sie bei den Landtagswahlen sowie der Bundestagswahl im September sehr gute Chancen habe, als erste durchs Ziel zu gehen, sagte der Südwest-CDU-Chef. Am Samstag habe Laschet einen ersten richtig großen Auftritt bei einem digitalen Parteitag der Südwest-CDU. Strobl versicherte: „Darauf freuen wir uns sehr!“

Briefwahlergebnis am Freitagnachmittag

Am Freitagnachmittag (gegen 16.30 Uhr) gibt CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak das Ergebnis der Briefwahl bekannt, die zur rechtlichen Absicherung der digitalen Abstimmung organisiert wurde. Laschet hatte beim digitalen Parteitag am Samstag 521 Stimmen und Merz 466 Stimmen bekommen. Der Kandidat Norbert Röttgen war im ersten Wahlgang ausgeschieden.

Um mit Autorität in die neue Aufgabe als Parteichef starten zu können, müsse der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Laschet bei der Briefwahl mindestens um die 80 Prozent bekommen, hieß es in der Partei.

Merz hatte mit etwas Verzögerung nach seiner Niederlage zur Wahl Laschets aufgerufen. Da hatten viele Mitglieder ihre Stimme bereits per Briefwahl auf den Weg gebracht.

Von Kristina Dunz/RND