Der neue US-Präsident Joe Biden versucht, die Schäden der Corona-Pandemie für Millionen Amerikaner zu lindern. Quelle: imago images/ZUMA Press

Corona-Krise: Biden will per Erlass neue Hilfen durchsetzen

Washington. Der neue US-Präsident Joe Biden will per Erlass neue Hilfen für die Bevölkerung in der Corona-Krise einführen, während Pläne für ein neues riesiges Konjunkturpaket auf Widerstand im Senat treffen. Dazu gehört eine bessere Versorgung Bedürftiger mit Lebensmitteln, wie das Weiße Haus am Freitag mitteilte.

Außerdem wolle Biden durchsetzen, dass Arbeitnehmer, die ihre Jobs wegen Corona-Risiken aufgeben, Arbeitslosengeld bekommen. Zudem werde er das Finanzministerium anweisen, die Übermittlung beschlossener Direktzahlungen an Einwohner zu verbessern.

Bei den Lebensmittelhilfen geht es unter anderem um die Versorgung einkommensschwacher Familien. Nach Angaben des Weißen Hauses sind in den USA etwa 29 Millionen Erwachsene und zwölf Millionen Kinder von einer „Hungerkrise“ betroffen. Viele Kinder aus ärmeren Haushalten sind auf Schulessen angewiesen - was ihnen nun fehlt, weil Bildungseinrichtungen wegen der Pandemie geschlossen sind.

Außerdem will Biden dafür sorgen, dass mehr Bundesbeschäftigte mindestens 15 Dollar pro Stunde bekommen.

Der demokratische Präsident will auch mit einem weiteren Konjunkturpaket von 1,9 Billionen Dollar die Impfkampagne beschleunigen und gegen die Wirtschaftskrise ankämpfen. Dafür muss Biden die Zustimmung des Kongresses gewinnen. Im Senat kündigten mehrere Republikaner Widerstand an, weil ihnen der Betrag zu hoch ist.

RND/dpa