Mit dem Bundesparteitag am Wochenende endet nach acht Jahren die Amtszeit von Katja Kipping als Vorsitzende der Linkspartei. Quelle: imago images/Future Image

Kipping sieht sich künftig in der Rolle der „Brückenbauerin“

Berlin.. Die scheidende Vorsitzende der Linkspartei, Katja Kipping, hat ihre Partei in einem Interview dazu aufgefordert, ihre Nachfolger zu unterstützen. „Die gesamte Partei muss sich hinter den neuen Vorsitzenden versammeln“, sagte sie in einem Interview mit „Zeit Online“.

Sie betonte, dass die designierten neuen Parteichefinnen an den innerparteilichen Konflikten der vergangenen Jahre nicht beteiligt gewesen seien. „Egal, wo jeder von uns in diesen Auseinandersetzungen stand: Wir können jetzt alle emotional einen Strich darunter ziehen“, sagte Kipping.

Positive Bilanz der Amtszeit

Die Linke hält am Wochenende einen digitalen Bundesparteitag ab. Nach etwas mehr als acht Jahren Amtszeit tritt Kipping genauso wie Bernd Riexiniger nicht mehr für den Parteivorsitz an. Als designierte Nachfolgerinnen gelten die Landesvorsitzende aus Thüringen Susanne Hennig-Wellsow und die aktuelle Bundesvize Janine Wissler.

Kipping zog in dem Interview auch eine Bilanz ihrer Amtszeit. „Als ich Vorsitzende wurde, hieß es, ich könnte ja nur noch Nachlassverwalterin einer überalterten Partei sein“, sagte sie. Inzwischen hätte die Linke von allen Parteien im Bundestag den größten Anteil an unter 30-jährigen Mitgliedern. Sie selbst wolle künftig die Rolle einer „Brückenbauerin für linke Mehrheiten jenseits der Union“ einnehmen, sagte sie.