Ein Soldat mit einem Sturmgewehr vom Typ G36 von Heckler & Koch. Quelle: Franziska Kraufmann/dpa

Neues Bundeswehrgewehr soll doch von Heckler & Koch gebaut werden

Eigentlich war die Sache entschieden: Die Firma Haenel sollte das neue Sturmgewehr der Bundeswehr bauen. Aber der unterlegene Konkurrent Heckler & Koch machte Patentverletzungen geltend. Nun hat das Verteidigungsministerium seine Entscheidung revidiert.

Berlin. Das neue Sturmgewehr für die Bundeswehr soll nun offenbar doch von der baden-württembergischen Firma Heckler & Koch gebaut werden. Nach monatelanger Prüfung habe das Verteidigungsministerium die Entscheidung revidiert, den Auftrag für ein neues Sturmgewehr an die Thüringer Firma Haenel zu geben, erfuhr das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) aus Verteidigungskreisen. Haenel sei vom Vergabeverfahren ausgeschlossen worden.

Im September 2020 hatte das Ministerium überraschend bekannt gegeben, den Auftrag an Haenel zu vergeben. Heckler & Koch hatte daraufhin Patentverletzungen geltend gemacht. Die Firma aus Baden-Württemberg stellt auch das derzeitige Standardgewehr der Bundeswehr, das G36, her.

Die Entscheidung, das G36 auszumustern, fällte die damalige Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) im Jahr 2015. Sie argumentierte mit Präzisionsproblemen des Gewehrs.

Von Daniela Vates/RND

Ein Soldat mit einem Sturmgewehr vom Typ G36 von Heckler & Koch.