Immer wieder kommt es in Nigeria zu Angriffen und Explosionen - wie hier in Lagos. (Archivfoto) Quelle: Sunday Alamba/AP/dpa

Nigeria: Bewaffnete Gruppen greifen Hilfseinrichtungen an

Abuja. Im von Terror geplagten Nordosten Nigerias haben bewaffnete Gruppen einen Ort angegriffen und unter anderem humanitäre Einrichtungen zerstört.

Bei dem Angriff in Dikwa im Bundesstaat Borno hatten es die Angreifer auf mehrere Hilfseinrichtungen abgesehen, wie am Dienstag der humanitäre Koordinator der UN in Nigeria, Edward Kallon, mitteilte.

Die Gebäude mehrerer Hilfsorganisationen und ein Krankenhaus seien in Brand gesetzt oder beschädigt worden. Der Angriff begann demnach am Montagabend und dauerte am Dienstag noch an. Zu der Zahl der Opfer machte Kallon keine Angaben.

2,4 Millionen Menschen in die Flucht getrieben

Zuvor hatte Stephane Dujarric, der Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres, gesagt, es habe einen „Sicherheitsvorfall“ in Dikwa gegeben. Man könne aber keine weiteren Informationen herausgeben, da der Vorfall weiter andauere.

Im Bundesstaat Borno terrorisieren die Miliz Boko Haram sowie die Splittergruppe ISWAP, der Westafrika-Ableger des Islamischen Staats (IS), seit Jahren die Bevölkerung. Sie verüben immer wieder Anschläge und Angriffe, unter anderem auf Zivilisten und Sicherheitskräfte.

Die Gruppen haben in Nigeria und angrenzenden Ländern nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks fast 2,4 Millionen Menschen in die Flucht getrieben.

RND/dpa