Unter welchen Bedingungen können Schulen weiter öffnen? Quelle: imago images/Jan Huebner

Schüler fordern Regeln für weitere Schulöffnungen

Berlin. Die Bundesschülerkonferenz befürwortet weitere Schritte zu Schulöffnungen ein, fordert dafür aber feste Regeln. „Wir unterstützen die Kultusminister in ihrem Werben für weitere Schulöffnungen, fordern aber, dass diese nur in Gebieten mit einer Inzidenz von unter 100 erfolgen dürfen“, sagte der Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz, Dario Schramm, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Zur Begründung sagte Schramm: „Unter Schulschließungen leiden zuallererst diejenigen, die zu Hause nicht so gut gefördert werden können. Deshalb ist die Bundesschülerkonferenz für weitere Schritte zu Schulöffnungen, wo die Infektionslage es zulässt.“ Er ergänzte aber: „Wir wollen nicht, dass die Öffnungen ohne Plan und Regeln erfolgen – und jedes Bundesland einfach das macht, was es will. Das verunsichert Schüler, Lehrer und Eltern.“

Der Infektionsschutz an den Schulen bleibe ein entscheidendes Thema, betonte der Schülervertreter. Ein zentraler Punkt dabei sei die Frage der Schnelltests. „Allen an der Schule – egal ob Lehrerkräften oder Schülerinnen und Schülern – muss die Möglichkeit einer regelmäßigen und kostenlosen Testung gegeben werden“, sagte er.

Der Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz sagte zudem: „Wir brauchen überall die Verpflichtung zum Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes an weiterführenden Schulen.“ Bei einer stärkeren Rückkehr zum Präsenzunterricht dürften die Hygieneregeln nicht außer Acht gelassen werden. Notfalls müsse Wechselunterricht erst mal den Vorzug erhalten – mit der Perspektive auf Präsenzunterricht, so Schramm.

Von Tobias Peter/RND