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Aufgrund der Corona-Pandemie müssen Asylsuchende derzeit länger auf Entscheidungen der Behörden warten. Quelle: Uli Deck/dpa

Asyl-Entscheidungen durch Corona-Pandemie verzögert

Osnabrück. Asylbewerber müssen wegen der Corona-Pandemie derzeit länger auf eine Entscheidung warten als zuvor. Im vergangenen Jahr stieg die durchschnittliche Dauer von Asylverfahren auf 8,3 Monate.

Das berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“ unter Berufung auf eine Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Linksabgeordneten Ulla Jelpke. Das sei deutlich länger als im Jahr 2019, als die Verfahren im Schnitt ein halbes Jahr (6,1 Monate) dauerten.

Dem Bericht zufolge ist es der höchste Wert seit drei Jahren. 2017 hätten Verfahren mit durchschnittlich 10,7 Monaten noch länger gedauert. Als ein wesentlicher Grund gelte die Corona-Pandemie. Wegen ihr seien zeitweilig gar keine Bescheide zugestellt worden

RND/epd