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Kyaw Moe Tun, Botschafter Myanmars bei den Vereinten Nationen, zeigt am Ende seiner Rede vor der UN-Generalversammlung am Freitag, dem 27. Februar 2021, den Dreifingergruß, eine Geste des Widerstands, die von den Putschgegnern in Myanmar gezeigt wird. Der UN-Botschafter Myanmars wandte sich entschieden gegen den Militärputsch in seinem Land und forderte die "stärkstmögliche Aktion der internationalen Gemeinschaft" zur sofortigen Wiederherstellung der Demokratie in einer dramatischen Rede vor der UN-Generalversammlung am Freitag, die lauten Beifall von vielen Diplomaten in der 193 Nationen umfassenden Organisation hervorrief. Quelle: Uncredited/UNTV/AP/dpa

Verratsvorwurf – Haftbefehl gegen UN-Botschafter von Myanmar

Mandalay. Ein Gericht in Myanmar hat einem Zeitungsbericht zufolge einen Haftbefehl gegen den UN-Botschafter des Landes wegen des Vorwurfs des Verrats erlassen. Kyaw Moe Tun wird wegen Aussagen bei den Vereinten Nationen am 26. Februar beschuldigt, in denen er den Militärputsch verurteilt und andere Länder zu „stärkstmöglichen Maßnahmen“ zur Wiederherstellung der Demokratie in Myanmar aufgerufen hatte, wie die staatliche Zeitung „Global New Light of Myanmar“ berichtete.

Bewohner eines Vororts von Yangon zündeten am Donnerstag Straßenbarrikaden gegen die Polizei an. Auf Videoaufnahmen war über Hlaing Rauch zu sehen. Aus der Anwohnerschaft wurde der Nachrichtenagentur AP gesagt, Demonstranten hätten die Absperrungen in Brand gesetzt, nachdem sie erfahren hätten, dass Polizeifahrzeuge auf dem Weg dorthin seien.

RND/AP