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Britta Ernst, Chefin des Kultusministeriums Quelle: imago images/Metodi Popow/Kirchner-Media/RND Montage Behrens

Vorsitzende der Kultusministerkonferenz warnt vor Schulschließungen

Berlin. Die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, Britta Ernst (SPD), hat davor gewarnt, die Schulen in der Pandemie schnell wieder zu schließen. „Wenn wir über Schließungen diskutieren, müssen wir nicht als erstes über die Schulen diskutieren“, sagte Brandenburgs Bildungsministerin am Donnerstagmorgen im rbb-Inforadio. Schulen müssten solange wie möglich geöffnet bleiben.

Kinder und Jugendliche hätten wirklich ihr Päckchen zu tragen. „Die haben sehr zu leiden“, sagte Ernst. Die Kultusminister der Länder beraten an diesem Donnerstag. Vor dem Hintergrund steigender Infektionszahlen wird wieder über das Für und Wider von Präsenzunterricht an Schulen diskutiert.

Ausgleich von Defiziten „nationale Kraftanstrengung“

Wegen des massiven Schulausfalls in den vergangenen Monaten planen Bund und Länder ein umfangreiches Programm, damit Schüler die Wissenslücken aufholen können. Das werde auch Thema der Konferenz, sagte Ernst. „Es wird sehr konkret an einem Programm gearbeitet, zum Beispiel mit Ferienangeboten oder Nachhilfe.“

Sie hätten das nächste Schuljahr dafür im Blick. Es brauche „eine nationale Kraftanstrengung“, um die Defizite auszugleichen, sagte Bildungsministerin Ernst. Sie betonte, gerade für kleinere Kinder sei der Schulbesuch wichtig. Einige hätten mühsam erlernte erste Schritte beim Lesen, Schreiben, Rechnen verlernt. „Das ist eigentlich kaum zu ertragen und schwer zu verantworten.“

RND/dpa