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Menschen in Westdeutschland profitieren in diesem Jahr nicht von einer Rentenerhöhung, jene in Ostdeutschland nur minimal. Quelle: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Rentenerhöhung fällt im Westen aus – nur Minianstieg im Osten

Berlin. Nach jahrelangen Rentensteigerungen gibt es in diesem Jahr in Folge der Corona-Krise im Westen keine und im Osten nur eine leichte Erhöhung um 0,72 Prozent. Das teilte Bundessozialminister Hubertus Heil (SPD) am Donnerstag mit. Die Zahlen stünden nun fest. Rechnerisch müssten die Bezüge für gut 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner zum 1. Juli um 3,25 Prozent sinken. Die gesetzlich verankerte Rentengarantie verhindert das aber.

Damit stagnieren die Renten erstmals seit mehreren Jahren, in denen sie regelmäßig und zum Teil kräftig angehoben worden waren. Noch im vorigen Jahr, mitten in der Corona-Krise, stiegen die Renten im Westen um 3,45 Prozent und im Osten um 4,2 Prozent, weil die gute Lohnentwicklung im Vorjahr maßgeblich war. Nun schlagen aber die Folgen der Pandemie für den Arbeitsmarkt auch auf die Renten durch. Die Lohnentwicklung war 2020 negativ, die für die Berechnung der Renten maßgeblichen Einkommen sanken.

Heil sagte, zeitverzögert wirke sich die Krise auch auf die Rentenanpassung aus. Die Rentengarantie schütze die Menschen aber auch in schwierigen Zeiten vor Rentenkürzungen.

RND/dpa/epd