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Ab April soll deutlich mehr Impfstoff in Deutschland zur Verfügung stehen, als bislang bekannt (Symbolbild). Quelle: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/

Deutlich mehr Impfstoff für Deutschland: bis zu 15,3 Millionen Dosen im April erwartet

Berlin. Ab April soll die Impfkampagne an Tempo zulegen. Das Bundesgesundheitsministerium rechnet nun mit deutlich mehr gelieferten Impfdosen als bisher bekannt war. In der ersten bis vierten Aprilwoche sollen wöchentlich zwischen etwa drei Millionen und 5,5 Millionen Impfdosen an Deutschland ausgeliefert werden.

Das geht aus einer Aufstellung des Ministeriums hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt. Zuerst hatte die „Bild“ darüber berichtet.

Allein die Pharmaunternehmen Biontech und Pfizer wollen demnach ab Anfang April wöchentlich rund 2,5 Millionen Dosen ihres Impfstoffes liefern. Von Moderna werden im April lediglich zwei Lieferungen erwartet. Eine besonders große Steigerung ist bei den Lieferkapazitäten des britisch-schwedischen Unternehmens Astrazeneca geplant.

Während die Liefermengen in den ersten beiden Aprilwochen bei unter 500.000 liegen sollen, sind für die dritte Aprilwoche bereits rund 750.000 Dosen geplant. In der Woche ab dem 26. April will das Unternehmen dann sogar mehr als 2,1 Millionen Impfdosen liefern.

Im April könnte mehr geliefert werden, als bislang gespritzt wurde

Das Bundesgesundheitsministerium weist darauf hin, dass die genannten Zahlen auf Prognosen beruhen und mit Unsicherheiten behaftet sind. Sollten die Lieferprognosen eingehalten werden, könnten allein im April etwa 15,3 Millionen Impfdosen an Deutschland ausgeliefert werden – das wäre deutlich mehr, als seit Beginn der Impfkampagne bislang bundesweit verimpft wurden. Laut dem Impfmonitoring des Robert-Koch-Instituts wurden bis einschließlich 22. März etwas mehr als 11,1 Millionen Dosen der drei zugelassenen Corona-Impfstoffe verabreicht.

Mit den deutlich erhöhten Liefermengen könnten auch die Impfungen durch die Hausärzte erheblich schneller an Fahrt gewinnen, die ab Anfang April bundesweit geplant sind. Laut „Bild“-Angaben sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Dienstagnachmittag in der Unionsfraktionssitzung, schon in der zweiten Aprilhälfte werde es „Wochen geben, in denen die Hausärzte mehr Impfdosen bekommen als die Impfzentren“.