Lothar Wieler und Jens Spahn (v.l.) auf dem Weg zu einer Pressekonferenz (Archivfoto). Quelle: Michael Kappeler/dpa

Livestream: Spahn und Wieler äußern sich zur Impfkampagne

Berlin. Am Donnerstag hatte das Bundesgesundheitsministerium bekanntgegeben, dass inzwischen 41,2 Millionen Menschen oder 49,6 Prozent der Gesamtbevölkerung zum ersten Mal gegen das Coronavirus geimpft seien. Vollständig mit der meist notwendigen zweiten Spritze geimpft sind demnach 23,9 Millionen Menschen, was 28,8 Prozent der Bevölkerung entspricht.

Die Kassenärzte kritisieren allerdings, dass der Impfstoff in Deutschland immer noch nicht den Bedarf deckt. „Grundsätzlich ist es positiv zu bewerten, dass die Priorisierungen weggefallen sind. Dazu passt aber nicht, dass Impfstoffe immer noch zu knapp sind“, sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Heute wollen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und der Chef des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, über die Impfkampagne informieren. Auch das Thema Betriebsärzte, die mit der Aufhebung der Priorisierung beim Impfen einbezogen wurden, soll Thema der Pressekonferenz sein.

Sehen Sie hier im Livestream die Pressekonferenz mit Spahn und Wieler:

Die Pressekonferenz ist für 10 Uhr angesetzt, der Beginn kann sich um wenige Minuten verzögern.

Am Donnerstag hatte es einen Rückschlag beim Corona-Impfstoff von Curevac gegeben. Das Tübinger Unternehmen hatte mitgeteilt, dass sein Impfstoff einer Zwischenanalyse zufolge eine vorläufige Wirksamkeit von 47 Prozent gegen eine Covid-19-Erkrankung „jeglichen Schweregrades“ habe.

Das Curevac-Präparat ist Teil der EU-Impfstoffstrategie, über die auch Deutschland seine Dosen bezieht. Die Bundesregierung sieht die deutsche Impfkampagne dennoch nicht gefährdet. „Eine Auswirkung auf das Tempo unserer Impfkampagne hat diese Mitteilung nicht“, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Donnerstag.

Das Gesundheitsministerium rechnet derzeit nicht mehr mit Lieferungen von Curevac, wie aus einer Lieferübersicht im Internet hervorgeht. Ursprünglich hatte der Bund allerdings auch diesen Impfstoff eingeplant. Nach Lieferprognosen vom März erwartete das Gesundheitsressort für das gesamte Jahr 323,7 Millionen Impfdosen - 24,5 Millionen davon sollten von Curevac kommen.

RND/das/dpa