Anja Karliczek (CDU), Bundesministerin für Bildung und Forschung. Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpa

Karliczek: „Menschen haben nach wie vor ein Grundvertrauen in die Union“

Berlin. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat die Union angesichts stark gesunkener Umfragewerte zum Zusammenhalt aufgerufen. „Es ist nicht zu bestreiten: Wir werden im Moment durchgeschüttelt“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur auch mit Blick auf die schlechten Landtagswahlergebnisse in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg, die Kritik am Pandemiemanagement der Regierung und die Maskenaffäre der Union.

„Aber wir können das meistern, wenn wir zusammenbleiben und alle miteinander gut arbeiten. Die Menschen haben nach wie vor ein Grundvertrauen in die Union.“ Daraus müsse man wieder mehr „ein aktuelles Vertrauen“ machen. Die Union müsse auf allen Ebenen dafür sorgen, dass die Corona-Pandemie so gut es geht überwunden werde. Das sei zunächst der Gradmesser.

Für eine gewisse Unsicherheit sorge auch die offene Frage der Kanzlerkandidatur, sagte Karliczek. CDU und CSU wollen darüber zwischen Ostern und Pfingsten entscheiden. „Wir sind in der Union in der komfortablen Lage, dass wir zwei sehr gute potenzielle Kanzlerkandidaten haben“, sagte die Bildungsministerin.

Für Armin Laschet spreche, dass er in Nordrhein-Westfalen unter recht schwierigen Bedingungen – mit nur einer Stimme Mehrheit – eine Koalition zusammenhalten könne und dabei zu sehr guten Ergebnissen für das Land komme. Karliczek kommt, wie Laschet, aus dem CDU-Landesverband NRW.

„Wir müssen mit Blick auf die Zeit nach der Pandemie einen ganz klaren Fokus auf die Erholung der Wirtschaft setzen und das große Bild zeichnen“, fügte sie hinzu. „Wir haben noch sechs Monate und wir werden alles dafür tun, den Leuten zu zeigen, dass wir eine gute Regierungspartei sind und auch in der nächsten Legislaturperiode sein werden.“

RND/dpa