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Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez will das Impftempo stark erhöhen. Quelle: imago images/Lagencia

Spanien will bis Ende August 33 Millionen Erwachsene impfen

Madrid. Spanien beschleunigt in der Corona-Pandemie das landesweite Impfprogramm. Ein starker Anstieg bei den Impfstoff-Lieferungen in den kommenden Monaten werde es dem Land ermöglichen, bis Ende August 70 Prozent der erwachsenen Bevölkerung zu impfen, kündigte Ministerpräsident Pedro Sánchez am Dienstag an. Das sind etwa 33 Millionen Menschen.

Die Priorität sei jetzt mehr denn je, pausenlos zu impfen. „Impfen, impfen und impfen“, gab der Regierungschef bei einer Pressekonferenz als Credo aus.

Bis September erwartet Spanien 87 Millionen Impfdosen gegen das Coronavirus. Jeder, der das wolle, werde einen Impfstoff erhalten können, sagte Sánchez.

Sánchez: Corona-Notstand soll am 9. Mai beendet werden

Im Zuge einer deutlichen Verbesserung der Pandemie-Lage will Sánchez den am 9. Mai auslaufenden Corona-Notstand zudem nicht verlängern. „Wir wollen, dass der 9. Mai der Schlusspunkt ist“, sagte der sozialistische Politiker.

Wegen rapide steigender Zahlen hatte das Parlament im Herbst auf Antrag der Regierung einen sechsmonatigen Notstand gebilligt. Seitdem gilt fast im gesamten Land unter anderem eine nächtliche Ausgangssperre. Noch Anfang Februar gehörte Spanien zu den Ländern mit den höchsten Infektionszahlen in Europa.

Nach amtlichen Angaben gab es zuletzt binnen sieben Tagen rund 77 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner. In einigen spanischen Urlaubsregionen wie den Balearen oder Valencia ist die Lage mit Werten von rund 26 und 16 sogar deutlich besser als in allen deutschen Bundesländern. In Deutschland lag die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag nach Angaben des Robert Koch-Instituts bei 123.

RND/AP/dpa