Monika Grütters (CDU), Staatsministerin für Kultur und Medien, hofft auf einen Sommer mit Kulturveranstaltungen. Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpa

Kulturstaatsministerin will Open-Air-Veranstaltungen im Sommer

Berlin. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hat sich für Open-Air-Kulturveranstaltungen im Sommer ausgesprochen. „Ich verstehe den Wunsch, möglichst schnell wieder Open-Air-Veranstaltungen zuzulassen, und befürworte dies auch“, sagte Grütters dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Risiko bei großen Menschenmengen

Dennoch müsse man in der aktuellen Situation gesamtgesellschaftlich denken und verantwortungsvoll bleiben. „Gerade bei größeren Open-Air-Veranstaltungen kann die Lage schnell unüberschaubar werden und damit das Übertragungsrisiko steigen.“ So müssen auch der An- und Abreiseweg als Risikofaktoren mitgedacht werden.

Die Politikerin sagte dem RND: „Ich hoffe sehr, dass die aktuellen Maßnahmen jetzt im Frühjahr schnell zu einem Sinken der Infektionszahlen führen und es möglichst bald wieder viele Kulturveranstaltungen gibt.“ Über die Frage, wie Kulturveranstaltungen mit minimalem Infektionsrisiko stattfinden können, habe man sich schon früh Gedanken gemacht.

Grütters hat gemeinsam mit dem Umweltbundesamt eine wissenschaftliche Untersuchung zur Kultur in Auftrag gegeben. Die Untersuchung „kommt zu dem Ergebnis, dass Theater, Kinos, Konzerthäuser und andere Kultureinrichtungen mit sitzendem Publikum unter bestimmten Voraussetzungen auch in der Pandemie so geöffnet werden können, dass das Infektionsrisiko verschwindend gering ist“. Die Staatsministerin erklärt, der Ausgangspunkt der Untersuchung sei allerdings ein Inzidenzwert von 50 gewesen, von dem man aktuell noch entfernt sei.

Von Alisha Mendgen/RND