Das Land Hamburg fordert eine bundesweite Verbraucherschutzplattform für Senioren. (Symbolbild) Quelle: Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa

Hamburg fordert bundesweite Verbraucherschutzplattform für Senioren

Hamburgs Verbraucherschutzsenatorin Anna Gallina (Die Grünen) fordert eine bundesweite Verbraucherschutzplattform für Senioren. Diese soll telefonisch sowie im Netz erreichbar sein und über Alltagsthemen aufklären. Das geht aus einem Beschlussentwurf für die am Mittwoch beginnende Verbraucherschutzministerkonferenz hervor, der dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt.

Ausbau von Vor-Ort-Beratungen für Senioren

„Seniorinnen und Senioren sind eine große und vielschichtige Gruppe, die aktiv am Konsum- und Gesellschaftsleben teilnimmt. Sie sind auch immer stärker im Internet unterwegs, weil sich immer mehr ins Netz verlagert“, sagt die Senatorin Gallina dem RND. „Um diese Gruppe am digitalen Leben teilhaben zu lassen, müssen Verbraucherinformationen zu allen möglichen Alltagsthemen angeboten werden – und das zielgruppengerecht in Bezug auf Sprache, Inhalte und Aufbau.“ So wolle man die selbstbestimmte Teilhabe von Seniorinnen und Senioren am Alltag gezielter in den Fokus rücken.

Mithilfe der Plattform sollen Senioren dem Papier zufolge erste Informationen erhalten und dann an zuständige Verbraucherzentralen, Beratungsstellen und Organisationen weitergeleitet werden. Zudem fordert die Senatorin den Ausbau von Vor-Ort-Beratungen für Senioren, die weite Strecken nicht mehr gut zurücklegen können. Dafür soll das Projekt „Verbraucher stärken im Quartier“ der Verbraucherzentrale verlängert und erweitert werden.

Von Alisha Mendgen/RND