Montag , 5. Dezember 2022
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Kanzlerin Angela Merkel (CDU) telefonierte mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und sicherte ihm die Solidarität der Bundesregierung zu. Quelle: imago images/Bildgehege

Merkel bekräftigt Israels Recht auf Selbstverteidigung

Berlin/Tel Aviv. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat in einem Telefongespräch mit Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu die fortgesetzten Raketenangriffe aus Gaza erneut scharf verurteilt. Sie habe Netanjahu die Solidarität der Bundesregierung zugesichert und das Recht Israels bekräftigt, sich in Selbstverteidigung gegen die Angriffe zur Wehr zu setzen, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin mit.

„Angesichts der vielen Zivilisten auf beiden Seiten, die ihr Leben verloren haben, brachte die Bundeskanzlerin ihre Hoffnung auf ein möglichst zeitnahes Ende der Kampfhandlungen zum Ausdruck.“ Merkel habe ferner unterstrichen, „dass die Bundesregierung weiter entschieden gegen Proteste in Deutschland vorgehen werde, die Hass und Antisemitismus verbreiten“.

Netanjahu dankte Merkel nach Angaben seines Büros für den Einsatz ihrer Regierung gegen antisemitische Kräfte in Deutschland. „Der Regierungschef betonte, dass die Hamas ein doppeltes Kriegsverbrechen begeht, indem sie Raketen aus zivilen Wohngebieten abgefeuert und Zivilisten als menschliche Schutzschilde missbraucht“, hieß es in der Mitteilung.

Seit der neuen Eskalation des Konflikts vor einer Woche haben militante Palästinenser mehr als 3150 Raketen auf Israel abgefeuert. Zehn Menschen wurden bislang in Israel in Folge von Beschuss getötet. Israels Luftwaffe reagierte mit massiven Luftangriffen auf Ziele der im Gazastreifen herrschenden Hamas. Dort wurden bislang nach Angaben des Gesundheitsministeriums mindestens 200 Menschen getötet.

RND/dpa