Anzeige
Palästinenser stoßen mit israelischen Sicherheitskräften auf dem Gelände der Al-Aksa-Moschee in der Altstadt zusammen. Immer wieder kommt es auf dem Tempelberg (Al-Haram al-Scharif) in Jerusalem zu Auseinandersetzungen. Quelle: Mahmoud Illean/AP/dpa

Trotz Waffenruhe: Verletzte bei neuen Auseinandersetzungen auf Tempelberg

Jerusalem. Rund zwölf Stunden nach Beginn der Waffenruhe im Gaza-Konflikt ist es auf dem Tempelberg (Al-Haram al-Scharif) in Jerusalem zu neuen Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften gekommen. Palästinensischen Rettungskräften zufolge wurden 15 Menschen behandelt, nachdem die Polizei unter anderem Gummigeschosse eingesetzt hatte.

Nach Angaben der Polizei wurden Polizisten zuvor aus einer Menge von Hunderten jungen Menschen mit Steinen und einem Brandsatz beworfen. Daraufhin seien Polizisten aufs Gelände vorgerückt. Viele, die sich auf dem Tempelberg zum Gebet versammelt hatten, verließen die Anlage vor den Konfrontationen.

Solche Zusammenstöße tragen zur Eskalation bei

Solche Zusammenstöße hatten unlängst zur Eskalation zwischen Israel und der islamistischen Hamas im Gazastreifen beigetragen. Kleinere Auseinandersetzungen gab es auch an Kontrollpunkten bei Ramallah, Bethlehem und Nablus. Im Westjordanland wurde der Freitag zu einem „Tag des Zorns“ erklärt.

Im Gaza-Konflikt gilt seit dem frühen Freitagmorgen eine von Ägypten vermittelte Waffenruhe. In den ersten Stunden hielten sich beide Seiten daran. Der Tempelberg mit Felsendom und Al-Aksa-Moschee ist die drittheiligste Stätte im Islam. Sie ist aber auch Juden heilig, weil dort früher zwei jüdische Tempel standen.

RND/dpa