Asylsuchende, die unter der Trump-Administration von den USA abgewiesen wurden, bekommen nun eine neue Chance auf ein Leben in den USA. Quelle: imago images/ZUMA Wire

USA geben unter Trump abgelehnten Flüchtlingen erneute Chance auf Asyl

San Diego. Tausenden von Asylbewerbern, denen unter der Trump-Regierung Asyl verweigert wurde, bekommen jetzt vom US-Heimatschutzministerium eine zweite Chance.

Wie die Nachrichtenagentur AP erfuhr, sollen sich Asylsuchende ab (heutigen) Mittwoch registrieren können, die von einer Politik betroffen waren, der zufolge sie in Mexiko auf Gerichtsanhörungen warten mussten. Die Fälle der Betroffenen waren eingestellt oder abgelehnt worden, weil sie nicht vor Gericht erschienen waren.

Angaben von der Syracuse University zufolge könnten mehr als 34.000 Migranten nochmal einen Antrag stellen. 27.842 davon hätten kein Asyl bekommen, weil sie nicht vor Gericht erschienen seien. Die Fälle von 6686 seien eingestellt worden.

Viele der Betroffenen haben vermutlich inzwischen die Grenzregion zwischen Mexiko und den USA verlassen, in der Annahme, dass ihr Asylantrag gescheitert ist. Aus Kreisen des Heimatschutzministeriums verlautete, es sei noch nicht entschieden, ob auch Personen nochmal einen Antrag stellen könnten, die vor Gericht erschienen seien und deren Antrag abgelehnt worden sei.

Maßnahme ist eine Wiedergutmachung

Die Ankündigung aus den USA ist eine Maßnahme, um Vorgaben der Trump-Regierung wiedergutzumachen. Vertreter der Regierung von US-Präsident Joe Biden und ihre Verbündeten bezeichneten die Trump-Vorschriften als unmenschlich. Verfechter der Trump-Politik argumentieren, sie sei äußerst effektiv dabei gewesen, Asylsuchende davon abzuhalten, in die USA zu kommen.

Wie das UN-Flüchtlingshilfswerk vergangene Woche mitteilte, waren die USA für Asylsuchende 2020 das beliebteste Ziel. Dort habe es 250.800 Neuanträge auf Asyl gegeben. Das sei mehr als das Doppelte von Deutschland gewesen, wo es 102.600 Anträge gegeben habe.

Unter den den Top 5 waren den Angaben zufolge auch Spanien, Frankreich und Peru.

RND/AP