Samstag , 24. September 2022
Anzeige
Bundeskanzlerin Angela Merkel. Quelle: Kay Nietfeld/dpa

Merkel mahnt weiter zur Vorsicht: „Bewegen uns auf dünnem Eis“

Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat zu weiterer Vorsicht in der Corona-Krise aufgerufen, sich aber zuversichtlich für eine wirtschaftliche Erholung gezeigt. „Auch wenn die dritte Welle eindrucksvoll gebrochen ist - vorbei ist die Pandemie noch nicht“, sagte Merkel am Mittwoch im Bundestag. „Wir bewegen uns immer noch auf dünnem Eis.“

Das geringe Infektionsgeschehen sei ermutigend und lasse Öffnungen zu. Es gelte aber, dabei mit Augenmaß vorzugehen. Abstand, Hygiene und Maskenpflicht in bestimmten Situationen seien weiter wichtige Schutzmaßnahmen, die eingehalten werden sollten.

Merkel verwies auf Gefahren durch die Verbreitung besorgniserregender Mutationen des Coronavirus. Dies werde in Ländern mit einem hohen Anteil der Delta-Variante schon mit stark steigenden Neuansteckungen spürbar, etwa in Russland oder Portugal.

„Das sollte uns Warnung und Auftrag zugleich sein“, sagte die Kanzlerin mit Blick auf den auch in Deutschland zunehmenden Anteil der Delta-Variante. Es gelte, das Erreichte nicht leichtfertig zu verspielen.

Merkel: Belastung des Gesundheitssystem verhindert

Merkel bekräftigte die Zusage, allen Bürgern bis Ende des Sommers ein Impfangebot zu machen. Dass die Überlastung des Gesundheitswesens in allen drei Corona-Wellen verhindert worden sei, habe nicht nur der Gesundheit gedient, sondern allen anderen Bereichen wie Kultur und Wirtschaft.

Dies werde daran sichtbar, dass inzwischen Wirtschafts- und Arbeitsmarktprognosen gut seien, „und wir vor einem kräftigen Wachstum stehen“. Wenn man nun vorsichtig und aufmerksam bleibe und die vergleichsweise erträglichen Schutzregeln beachte, werde die Pandemie „ihren Schrecken verlieren und endgültig überwunden werden“.

RND/dpa