Blumen und Kerzen liegen auf dem Gehweg vor dem Olympia-Einkaufszentrums (OEZ) in München (Bayern). Dort hatte am 22. Juli 2016 ein 18-jähriger neun Menschen erschossen. Quelle: picture alliance / dpa

OEZ-Anschlag in München jährt sich zum fünften Mal: Politiker und Angehörige gedenken der Opfer

München. In München wird am Donnerstag (13.00 Uhr) der neun Opfer des rassistischen Anschlags am Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) vor fünf Jahren gedacht. Dazu werden am Mittag der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) erwartet, ebenso Angehörige der Getöteten.

Schweigeminute um 18.04 Uhr

Bei einem weiteren Gedenken gegen Abend ist zur Tatzeit um 18.04 Uhr eine Schweigeminute geplant am Denkmal „Für Euch“, das an die Opfer erinnert. Der Bayerische Rundfunk überträgt beide Veranstaltungen ab 12.45 Uhr live im Fernsehen und im Internet.

Am 22. Juli 2016 hatte ein 18-Jähriger neun Menschen erschossen, die meisten hatten einen Migrationshintergrund. Die Opfer waren acht Jugendliche sowie eine erwachsene Frau. Anschließend tötete sich der junge Mann selbst.

Um die Einordnung der Tat war lange gerungen worden. Erst war von einem Amoklauf aus Rache die Rede. 2018 stufte das Bundesamt für Justiz sie dann als rassistischen Anschlag ein, das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) schloss sich dem 2019 an.

RND/dpa