Montag , 5. Dezember 2022
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SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz, SPD, gibt ein Presse-Statement. Quelle: imago images/photothek

Scholz: Umstrittenes Wahlkampfvideo zu Laschet-Vertrautem „wird nicht genutzt”

Osnabrück. Nach scharfer Kritik zieht die SPD laut Kanzlerkandidat Olaf Scholz ihr umstrittenes Wahlkampf-Video über einen Vertrauten von Armin Laschet zurück. „Der Kampagnenleiter hat mir berichtet, dass der Spot nicht genutzt wird”, sagte Scholz der „Neuen Osnabrücker Zeitung” (NOZ).

Trotzdem trat Scholz massiven Vorwürfen entgegen, mit dem Spot würden religiöse Bekenntnisse für den Wahlkampf missbraucht. Die Lesart stimme nicht, „die SPD tritt immer für eine offene und tolerante Gesellschaft ein”, sagte Scholz. Auf die Frage, warum seine Partei vor einem Christen wegen seines Glaubens warne, sagte der SPD-Kanzlerkandidat: „Das tut niemand. Unser Land und auch ich sind vom christlichen Glauben geprägt.”

In dem auch aus SPD-Reihen scharf kritisierten Film tauchen mehrere CDU-Politiker aus einer Matroschka-Puppe auf. „Wer Armin Laschet und die CDU wählt, wählt...” sagt eine Stimme dazu. Gezeigt wird auch eine Puppe mit dem Konterfei des Düsseldorfer Staatskanzleichefs und Laschet-Vertrauten Nathanael Liminski. Hier wird der Satz ergänzt mit „... erzkatholische Laschet-Vertraute, für die Sex vor der Ehe ein Tabu ist”. Dies spielt auf eine lange zurückliegende Äußerung des bekennenden Katholiken an, die dieser als eine „persönliche Entscheidung” gerechtfertigt hatte. Die CDU hatte die SPD zum Verzicht auf den umstrittenen Wahlkampfspot aufgefordert.

RND/dpa