Nordrhein-Westfalens Antisemitismus-Beauftragte Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hat sich bei Polizei und Behörden bedankt. Quelle: imago images/Reiner Zensen

Antisemitismusbeauftragte dankt Polizei nach Einsatz an Synagoge in Hagen

Düsseldorf. Nordrhein-Westfalens Antisemitismus-Beauftragte Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hat der Polizei und den Behörden „für das schnelle Erkennen“ der Bedrohungslage an der Synagoge in Hagen und ihr Handeln gedankt. Die Anschlagsdrohung am Feiertag Jom Kippur sei „besonders verwerflich“, twitterte Leutheusser-Schnarrenberger am Donnerstag. „Dass Jüdinnen und Juden ihren höchsten Festtag nicht feiern können, weil sie durch Antisemitismus an Leib und Leben bedroht sind, bestürzt mich immer wieder.“

Zu Jom Kippur hatte nach Angaben von NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) die Gefahr eines Angriffs auf die Synagoge Hagen bestanden. Es habe „eine islamistisch motivierte Bedrohungslage“ gegeben. Vier Personen wurden festgenommen.

An Jom Kippur vor zwei Jahren hatte ein bewaffneter Rechtsextremist in Halle in Sachsen-Anhalt versucht, gewaltsam in die dortige Synagoge einzudringen. Als die Tür standhielt, erschoss er in der Nähe zwei Menschen und verletzte auf der Flucht zwei weitere.

RND/dpa