Kanzler Sebastian Kurz und seine Regierung möchten den Druck auf Ungeimpfte in Öster­reich erhöhen. Quelle: imago images/SEPA.Media

Österreich: Impfverweigerer haben keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld

Wien. Die österreichische Regierung erhöht den Druck auf Ungeimpfte. Arbeit­geber dürfen in Österreich von Bewerberinnen und Bewerbern eine Impfung verlangen. Wenn Arbeits­lose aus diesem Grund aber ein Job­angebot verweigern, kann der staat­liche Arbeits­markt­service (AMS) ihnen die finanzielle Unter­stützung streichen. Das berichten österreichische Medien über­einstimmend.

Der „Standard“ hatte zuerst geschrieben, dass der Arbeits­­minister Martin Kocher (ÖVP) bereits am 25. August in einem Schreiben an den Arbeits­markt­service eine entsprechende Anweisung gegeben hatte. Nach Angaben des österreichischen Gesund­heits­ministeriums gelten derzeit 59,79 Prozent der Bevölkerung als voll­ständig gegen das Corona­virus geimpft. Das sind deutlich weniger als in anderen europäischen Ländern. In Deutsch­land, wo die Impf­quote ebenfalls als zu gering gilt, sind 62,9 Prozent voll­ständig geimpft.

RND/jw

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