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Eine Frau bereitet Essen in einem Zelt im syrischen Idlib zu. Im Syrien-Konflikt sind mehr als 350.000 Menschen getötet worden, Millionen Menschen wurde aus ihren Zuhause vertrieben. Quelle: imago images/ZUMA Wire

UN zur Lage in Syrien: Regierung und Opposition vor Verfassungsgesprächen

Beirut. Regierung und Opposition im kriegszerrütteten Syrien haben sich nach UN-Angaben auf die Ausarbeitung von Verfassungsreformen geeinigt. Was die Vereinbarung genau beinhaltet und wie die nächsten Schritte aussehen, sagte der UN-Sondergesandte für Syrien, Geir Pedersen, am Sonntag nicht.

Die Arbeitssitzungen beginnen formell am Montag. Nach einem neunmonatigen Stillstand der entsprechenden Bemühungen und mehreren ergebnislosen Gesprächsrunden bedeutet das einen großen Schritt nach vorn.

Pedersen traf am Sonntag die Ko-Vorsitzenden eines Komitees, dem Vertreter der Regierung von Präsident Baschar al-Assad sowie Exilsyrer und Repräsentanten der Zivilgesellschaft angehören. Die beiden Ko-Vorsitzenden hätten sich erstmals zusammengesetzt, um über das weitere Vorgehen und die Pläne für die kommende Woche zu beraten, sagte Pedersen.

Mehr als 350.000 Menschen im Konflikt getötet

Insgesamt 30 Vertreter beider Lager sowie 15 Mitglieder der Zivilgesellschaft werden mit Pedersen bis Freitag in Genf zusammentreffen. „Ich habe mit den Parteien verhandelt, um einen Konsens darüber zu erzielen, wie wir weiter vorgehen werden. Ich freue mich sehr sagen zu können, dass wir einen solchen Konsens gefunden haben“, erklärte der Sondergesandte. Er rief alle 45 Beteiligten auf, diesen Geist beizubehalten.

Eine fünfte Gesprächsrunde war im Januar ohne Ergebnis zu Ende gegangen. In dem seit zehn Jahren andauernden Konflikt in Syrien sind mehr als 350.000 Menschen getötet worden, die Hälfte der Vorkriegsbevölkerung von 23 Millionen Menschen wurde aus ihren Zuhause vertrieben.

RND/AP