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Österreich macht den Weg frei für 3G am Arbeitsplatz. Quelle: Sebastian Gollnow/dpa

Österreich: 3G-Regel gilt jetzt auch am Arbeitsplatz

In Österreich gilt künftig die 3G-Regel am Arbeitsplatz. Das berichten verschiedene Medien in Österreich. Für Beschäftigte in Österreich bedeutet das, wer nicht alleine arbeitet, muss einen Nachweis erbringen, dass er oder sie geimpft, getestet oder von einer Corona-Erkrankung genesen ist, die nicht länger als sechs Monate zurückliegt.

Ursprünglich hatte die SPÖ dem Vorhaben der türkis-grünen Regierung mit einem Veto gedroht. Zwar steht die SPÖ einer 3G-Regel am Arbeitsplatz grundsätzlich nicht kritisch gegenüber, allerdings knüpften die Sozialdemokraten eine Neuregelung an die Bedingung kostenfreier betrieblicher Tests. Diese sollten gemäß den Plänen der Regierung zum Ende des Monats auslaufen. Die Details der Verordnung werden in den kommenden Tagen geregelt.

Unklar war bislang, ob eine gesetzliche Grundlage für eine 3G-Regelung am Arbeitsplatz notwendig ist. Daher ging die Regierung mit einem Beschluss des Nationalrats auf Nummer sicher. Deswegen musste die Regierung die SPÖ zur Zustimmung überreden. Die beiden anderen Oppositionsparteien, FPÖ und NEOS, sagten ihre Unterstützung für den Antrag ab. Vor allem die rechtspopulistische FPÖ zeigte sich über die Neuregelung am Arbeitsplatz aufgebracht. Laut Fraktionschef Herbert Kickl sei die Maßnahme evidenzbefreit und erhöhe lediglich den Impfdruck auf die Beschäftigten.

RND/dre