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Zwei weibliche Sicherheitsbeamte stehen im Iran vor dem Atomkraftwerk Buschehr und beobachten Medienvertreter. (Archivbild) Quelle: Abedin Taherkenareh/EPA/dpa

Frankreich ruft Iran zur Reduzierung von nuklearen Aktivitäten auf

Frankreich hat den Iran zur Reduzierung seiner nuklearen Aktivitäten aufgerufen. Es sei „dringend und entscheidend“, dass der Iran seine gegen das Atomabkommen verstoßenden Aktivitäten „von beispielloser Schwere“ beende und zu einer vollwertigen Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA zurückkehre, erklärte die Außenministeriumssprecherin Anne-Claire Legendre.

An dem Treffen in Paris nahmen Gesandte der USA, Frankreichs, Großbritanniens und Deutschlands teil. Das französische Außenministerium sprach von einer „kritischen Zeit“ bei den Anstrengungen, das Atomabkommen von 2015 zu retten.

Der IAEA obliegt die Überwachung des Abkommens, das vom Iran im Gegenzug für die Aufhebung von Sanktionen die Begrenzung seines Atomprogramms auf zivile Zwecke verlangt. Die USA hatten sich unter dem ehemaligen Präsidenten Donald Trump einseitig aus dem Abkommen zurückgezogen und wieder Sanktionen verhängt.

Seither hat der Iran seine nuklearen Aktivitäten schrittweise gesteigert und verstößt nun in mehreren Punkten gegen die Vereinbarung. Unter anderem reichert das Land Uran an, das nach Befürchtung westlicher Staaten für den Bau einer Atombombe genutzt werden könnte. Teheran bestreitet, derartige Absichten zu hegen.

Die USA und die europäischen Partner seien bereit, die Verhandlungen mit dem Iran sofort wieder aufzunehmen, um eine Vereinbarung über die Rückkehr des Iran zu seinen Verpflichtungen und die Rückkehr der USA unter das Abkommen zu schließen, sagte Legendre.

Die neue iranische Hardliner-Regierung unter Präsident Ebrahim Raisi, die seit August an der Macht ist, hat eine Bereitschaft zur Rückkehr zu den Atomgesprächen angedeutet.

RND/AP