Donnerstag , 20. Januar 2022
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Einschränkungen für Ungeimpfte sollen auf Basis der Hospitalisierungsrate greifen. Quelle: imago images/Roland Mühlanger

Corona-Gipfel: Länder wollen flächendeckend 2G-Regel auf Grundlage der Hospitalisierungsrate

Berlin. Die Bundesländer haben sich nach Informationen des RedaktionsNetzwerk Deutschlands (RND) auf die Einführung einer flächendeckenden 2G-Regel unter der Voraussetzung verständigt, dass die Zahl der Krankenhauseinweisungen von Corona-Infizierten einen bestimmten Schwellenwert übersteigt. Ein entsprechendes Papier der Länder, das dem RND am Donnerstag vorlag, wurde als Grundlage in die Beratungen mit dem Bund in der Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstagnachmittag eingebracht.

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Danach sollen Ungeimpfte mit Zugangsbeschränkungen zu Veranstaltungen und Einrichtungen belegt werden, wenn die Hospitalisierungsrate (die Zahl der coronabedingten Krankenhauseinweisungen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen) den Schwellenwert drei überschreitet.

In dem Beschlussvorschlag heißt es: „Bei nicht geimpften Personen verläuft die Corona-Erkrankung wesentlich häufiger schwer. Sie weisen ein deutlich höheres Ansteckungsrisiko für andere auf. Daher sind besondere Maßnahmen notwendig und gerechtfertigt. Die Länder werden daher, sofern noch nicht geschehen, wenn die für das jeweilige Land ausgewiesene Hospitalisierungsrate den Schwellenwert drei überschreitet, den Zugang zu Freizeitveranstaltungen und -einrichtungen, Kulturveranstaltungen und -einrichtungen, Sportveranstaltungen und -ausübungen, gastronomischen Einrichtungen und übrigen Veranstaltungen – in Innenräumen –, sowie grundsätzlich zu körpernahen Dienstleistungen und Beherbergungen auf Geimpfte und Genesene (flächendeckende 2G-Regelung) beschränken, um die Infektionsdynamik zu brechen.“

Die Intensität der Umsetzung berücksichtige das regionale Infektionsgeschehen. Sofern der Schwellenwert an fünf Tagen in Folge unterschritten werde, könne von den vorstehenden Regelungen wieder abgesehen werden. „Die Einhaltung der Zugangsregelungen wird konsequent und noch intensiver als bisher kontrolliert. Wo möglich, wird die Bereitstellung einer QR-Code-Registrierung angeordnet, um die Nachverfolgung und Unterbrechung von Infektionsketten zu erleichtern.“

Von Kristina Dunz/RND