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Armin Laschet und Friedrich Merz in der dritten Sitzung des Deutschen Bundestages im Reichstagsgebäude. Merz will Laschet als Parteivorsitzenden ablösen. Quelle: imago images/Future Image

Merz zeichnet desaströses Bild der CDU: Partei hat bei keinem Thema mehr die Meinungsführerschaft

Berlin. Der Bewerber um den CDU-Vorsitz, Friedrich Merz, sieht seine Partei in einer schwierigen Lage. Sie sei in ihrem Charakter als Volkspartei gefährdet, sagte Merz der „Bild am Sonntag“.

„Wir haben bei keinem Thema mehr die Meinungsführerschaft, nicht einmal mehr in der Wirtschaftspolitik. Wir haben in keiner Altersgruppe mehr den höchsten Wähleranteil, nicht einmal mehr bei den über 60-Jährigen.“

Friedrich Merz will CDU zu familienfreundlichem Arbeitgeber machen

Neben Merz wollen auch der geschäftsführende Kanzleramtschef Helge Braun und der Außenpolitiker Norbert Röttgen die Nachfolge von Armin Laschet antreten. Das Trio soll sich kommende Woche den Parteimitgliedern jeweils in einem live im Internet übertragenen Format präsentieren. Die vorentscheidende Befragung der rund 400.000 CDU-Mitglieder beginnt am 4. Dezember. Die endgültige Entscheidung über den Nachfolger des erst seit Januar amtierenden CDU-Vorsitzenden Laschet sollen die 1001 Delegierten bei einem Parteitag am 21. Januar in Hannover treffen.

Merz kündigte in der „Bild am Sonntag“ an: „Zuallererst wird die CDU mit mir als Vorsitzenden ein sehr familienfreundlicher Arbeitgeber werden. Wir gehen mit gutem Beispiel voran. Auszeiten, die sich junge Mütter und Väter für ihre Kinder nehmen, dürfen nicht länger als Karriereknick im Lebenslauf gesehen werden.“ Sie müssten anerkannt werden wie die Tätigkeit im Job. Es braucht zudem eine ordentliche Kinderbetreuung überall im beruflichen Umfeld, auch in unserer Parteizentrale.“

RND/dpa