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Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat am Dienstag die neue Corona-Verordnung mit weitreichenden 2G-Regelungen vorgestellt. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa

Neue Corona-Verordnung: Niedersachsen setzt auf 2G – Rückkehr zur Maskenpflicht an Schulen

Hannover. Niedersachsen geht mit einer neuen Corona-Verordnung fast flächendeckend zu einer 2G-Regel im öffentlichen Leben über. Das sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Dienstag in Hannover. An vielen Orten würden damit von Mittwoch an nur noch geimpfte und genesene Menschen zugelassen. Dies bedeute zugleich „eine starke Einschränkung für ungeimpfte Menschen“.

In Niedersachsen sei die Pandemielage zwar noch weniger dramatisch als in anderen Teilen Deutschlands. „Aber sie ist auch für uns beunruhigend“, sagte Weil. Der neuen Verordnung nach treten wie in anderen Bundesländern die Warnstufen schneller in Kraft. In vielen Fällen müssen dann über 2G hinaus Geimpfte und Genesene zusätzlich negative Tests vorlegen (2G plus).

In Schulen muss am Platz wieder Maske getragen werden

Weiter müssen an den niedersächsischen Schulen ab Mittwoch wieder alle Schüler und Schülerinnen am Platz eine Maske tragen. Dies gelte auch für die zuletzt ausgenommenen Klassenstufen eins und zwei, sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am Dienstag in Hannover. Die sich verschärfende Corona-Lage treffe auch die Schulen. „Wir verstärken den Schutzwall erneut, damit die Kinder und Jugendlichen weiterhin in die Schulen und Kitas gehen können“, sagte Tonne.

Mehrtägige Schulfahrten wurden bis Ende des Schulhalbjahres Ende Januar untersagt. Die neue Landesverordnung zur Corona-Abwehr tritt am Mittwoch in Kraft. Tonne verwies auch auf das neue Bundesgesetz zu 3G am Arbeitsplatz, Beschäftigte müssen geimpft oder genesen sein oder einen negativen Test vorlegen. Dies gelte auch für die Schulen, sagte der Kultusminister.

2,8 Millionen Impfungen bis Jahresende

Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) teilte zudem mit, dass bis Jahresende 2,8 Millionen Impfungen gegen das Coronavirus durchgeführt werden sollen. Dabei gehe es um Impfungen zur Auffrischung wie um Erstimpfungen. Im Zusammenspiel von niedergelassenen Ärzten, mobilen Impfteams und Impfpraxen habe das Land fast so große Kapazitäten wie zu Zeiten der großen Impfzentren. Trotzdem bleibe dies eine „anspruchsvolle Vorgabe“. Impfstoff sei aber genügend vorhanden. „Der Weg aus der Krise, aus der Pandemie bleibt das Impfen“, sagte Behrens.

RND/dpa