Donnerstag , 27. Januar 2022
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Fahrzeuge des russischen Militärs fahren im November letzten Jahres über eine Straße in Richtung der separatistischen Region Berg-Karabach. Nach einem erneuten Aufflammen der Kämpfe zwischen Aserbaidschan und Armenien trifft Russlands Präsident Wladimir Putin die Anführer beider Länder am Freitag zum Krisengespräch im russischen Sotschi. Quelle: Sergei Grits/AP/dpa

Krise zwischen Armenien und Aserbaidschan eskaliert: Putin schaltet sich in Grenzkonflikt ein

Sotschi. Nach neuen schweren Gefechten an der Grenze zwischen Armenien und Aserbaidschan trifft sich Russlands Präsident Wladimir Putin mit den Anführern beider Länder zu einem Krisengespräch.

Er werde an diesem Freitag mit dem aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Aliyev und dem armenischen Regierungschef Nikol Paschinjan in der Schwarzmeer-Stadt Sotschi zusammenkommen, teilte der Kreml am Dienstag in der Hauptstadt Moskau mit.

Dabei seien sowohl Einzelgespräche als auch eine gemeinsame Unterredung geplant.

Treffen in Brüssel geplant

Vor einer Woche war die Lage an der Grenze zwischen den Ex-Sowjetrepubliken erneut eskaliert. Bei Gefechten wurden mehr als zehn Menschen auf beiden Seiten getötet. Armenien warf dem Nachbarland zudem vor, rund ein Dutzend Soldaten gefangengenommen zu haben. Nach russischer Vermittlung endeten die Kämpfe. Am Montag beklagte Armenien abermals einen toten Soldaten.

Für Mitte Dezember ist zudem ein Treffen Aliyevs mit Paschinjan in Brüssel geplant.

Seit dem jüngsten Krieg um die umkämpfte Region Berg-Karabach im vergangenen Jahr kommt es immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen an der Grenze. Im Herbst 2020 hatte Aserbaidschan in einem kurzen Krieg große Teile Berg-Karabachs zurückerobert. Ein Waffenstillstand zwischen Aserbaidschanern und Armeniern wird von russischen Friedenstruppen überwacht.

RND/dpa