Donnerstag , 27. Januar 2022
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CDU-Vorsitzkandidat Norbert Röttgen hält eine allgemeine Corona-Impfpflicht für rechtlich haltbar. Quelle: imago images/Metodi Popow

Röttgen: Impfverweigerer spalten Gesellschaft mehr als Impfpflicht

Berlin. Impfgegner und Boykotteure von Schutzmaßnahmen sind nach Einschätzung des CDU-Vorsitzkandidaten Norbert Röttgen eine größere Herausforderung für den Zusammenhalt der Gesellschaft als staatliche Maßnahmen wie die Impfpflicht.

„Die Spaltung dadurch, dass man es immer noch einer Minderheit überlässt, eine riesige Infektionswelle auszulösen, die die gesamte Bevölkerung trifft und einschränkt, wiegt deutlich schwerer“, sagte Röttgen dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) auf die Frage nach dem Spaltungspotenzial einer allgemeinen Impfpflicht.

Röttgen will für Impfpflicht stimmen

Die geplante allgemeine Corona-Impfpflicht bezeichnete Röttgen als rechtlich haltbar. „In der Abwägung zwischen der nicht unbeachtlichen Eingriffsschwere und Schadensabwägung für die Gesellschaft ist sie verfassungsrechtlich klar zu rechtfertigen“, sagte Röttgen dem RND. „Die Nichtimpfung hat so viel Krankheit und Tod zur Folge.“

Er selber werde bei der Abstimmung im Bundestag für eine allgemeine Impfpflicht gegen Corona stimmen. Die Impfquote sei zu niedrig und die gesellschaftliche Akzeptanz für eine Impfpflicht gestiegen. „Das hat auch bei mir zu einem Umdenken geführt“, sagte Röttgen. Außerdem gebe es „durch die gigantische Zahl der Impfungen weltweit ausreichend Daten, die die Sicherheit der Impfung belegen“.

Von Daniela Vates/RND