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Das Segelschulschiff „Gorch Fock“. (Archivbild)

„Gorch Fock“-Skandal: Staatsanwaltschaft klagt frühere Werftleitung an

Osnabrück. Nach fast drei Jahren Ermittlungen zu Geschäften des früheren „Gorch Fock“-Sanierers Elsflether Werft ist Anklage gegen die frühere Werftleitung und andere Beteiligte erhoben worden. Ein Zivilangestellter der Marine werde der Vorteilnahme angeklagt, teilten die Staatsanwaltschaft Osnabrück und die Polizeidirektion Oldenburg am Montag mit. In diesem Fall von Bestechung gebe es sechs Angeklagte.

Daneben seien Anklagen wegen Untreue, unerlaubten Bankgeschäften und Insolvenzverschleppung erhoben worden. Über die Eröffnung des Hauptverfahrens müsse noch das Landgericht Oldenburg entscheiden. Weitere Anklagen könnten folgen.

Die Elsflether Werft AG war Hauptauftragnehmerin bei der Sanierung der „Gorch Fock“. Sie musste im Februar 2019 Insolvenz anmelden. Die zwei Vorstände hatten Millionen Euro in Nebengeschäfte gesteckt. Die Bremer Lürssen-Werft übernahm die Fertigstellung des Segelschiffs und gab es im Herbst 2021 an die Marine zurück. Über die Anklagen hatte zuerst das Nachrichtenportal „The Pioneer“ berichtet.

RND/dpa