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Die Zahl der Geburten war deutlich niedriger als die Sterbefallzahl. Quelle: Fabian Strauch/dpa

Statistisches Bundesamt: 2021 voraussichtlich erneut kein Bevölkerungswachstum

Wiesbaden. Nach einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes hat es 2021 erneut kein Bevölkerungswachstum in Deutschland gegeben.

Ende vergangenen Jahres lebten demnach 83,2 Millionen Menschen im Land und damit etwa so viele wie Ende 2020 und Ende 2019, wie die Behörde am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Die Ursache für die stagnierende Bevölkerungszahl sei die gestiegene Sterbefallzahl, die deutlich höher war als die Zahl der Geborenen.

Lücke zwischen Geburten und Sterbefällen

Die Lücke zwischen den Geburten und Sterbefällen konnte nach Angaben der Statistiker allerdings durch die höhere Nettozuwanderung geschlossen werden. 2020 war die Nettozuwanderung noch gesunken. Die Zahl der Geburten und der Sterbefälle hat den Angaben zufolge nach vorläufigen Daten 2021 gegenüber dem Vorjahr zugenommen.

Ausgehend von den bereits vorliegenden Meldungen der Standesämter sei 2021 mit 775.000 bis 795.000 Geborenen und etwa 1,02 Millionen Gestorbenen zu rechnen. Zum Vergleich: Im Jahr 2020 wurden 773.144 Kinder geboren, 985.572 Menschen starben.

Seit der deutschen Vereinigung Bevölkerung überwiegend gewachsen

In den drei Jahrzehnten seit der deutschen Vereinigung war die Bevölkerung Deutschlands überwiegend gewachsen. Ausnahmen bildeten lediglich die Jahre 1998 sowie 2003 bis 2010. Das Bevölkerungswachstum hatte sich jedoch ausschließlich aus dem positiven Wanderungssaldo ergeben - also dadurch, dass mehr Menschen zugewandert als abgewandert waren.

Ohne diese Wanderungsgewinne wäre die Bevölkerung bereits seit 1972 geschrumpft, da seither jedes Jahr mehr Menschen starben als geboren wurden.

RND/epd