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Die ukrainische Flagge weht über den Köpfen der Soldaten während des Besuchs des Oberbefehlshabers der ukrainischen Streitkräfte Waleriy Zalunyew am Nationalen Ehrenmal im Stadtteil Vitkovy. Quelle: Øíhová Michaela/CTK/dpa

Liveblog zum Ukraine-Konflikt: Johnson und Selenskyj warnen Putin vor „blutigem Widerstand“ der Ukraine

Berlin/Hannover. Die Lage im Ukraine-Konflikt bleibt angespannt. Angesichts eines massiven russischen Truppenaufmarsches in der Nähe der Ukraine wird im Westen befürchtet, dass der Kreml einen Einmarsch in das Nachbarland planen könnte. Die USA versetzten aus diesem Grund bereits 8500 Soldaten in Alarmbereitschaft. Auch die Nato verstärkte seine militärische Präsenz in Osteuropa, schloss aber einen Kriegseinsatz im Falle eines russischen Einmarsches aus.

Für möglich wird allerdings auch gehalten, dass nur Ängste geschürt werden sollen, um die Nato-Staaten zu Zugeständnissen bei Forderungen nach neuen Sicherheitsgarantien zu bewegen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verbreitete zuletzt gleich in mehreren Videoansprachen die einfache Botschaft: „Keine Panik“. Außenminister Dmytro Kuleba sagte am Mittwoch, die Zahl russischer Soldaten an der Grenze sei zwar groß und stelle eine Bedrohung dar. „Diese Zahl ist jedoch nicht ausreichend für eine Großoffensive entlang der gesamten ukrainischen Grenze.“

Erklärtes Ziel Russlands ist es etwa, dass die Nato auf eine weitere Osterweiterung verzichtet und ihre Streitkräfte aus östlichen Bündnisstaaten abzieht.

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Die Bemühungen um eine Entschärfung des Konflikts dauern seit Tagen bei verschiedenen Gesprächen an. Die USA und ihre westlichen Verbündeten verlangen einen Rückzug der an der ukrainischen Grenze zusammengezogenen russischen Truppen. Im Gegenzug fordert Moskau Sicherheitsgarantien und ein Ende der Osterweiterung des westlichen Militärbündnisses Nato, durch die sich Russland bedroht sieht. Die Nato, aber auch die EU lehnen diese Forderungen als inakzeptabel ab.

RND/jst mit dpa