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Die Mehrheit der Deutschen befürwortet eine allgemeine Corona-Impfpflicht, glaubt hingegen nicht, dass diese noch eingeführt wird. Quelle: Bernd Weißbrod/dpa

Umfrage: Mehrheit rechnet nicht mehr mit allgemeiner Impfpflicht – wäre aber dafür

Das hat das aktuelle „Politbarometer“ ergeben. Mit einem baldigen Ende der Pandemie rechnet nur eine Minderheit der Befragten.

Mit 62 Prozent ist die überwiegende Mehrheit der Befragten für die Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht. Das hat das „Politbarometer“ im Rahmen einer repräsentativen Umfrage ergeben.

Nur gut ein Drittel der Befragten sprach sich gegen eine Impflicht aus. Trotz hoher Zustimmungswerte gehen lediglich 39 Prozent davon aus, dass die allgemeine Impflicht tatsächlich durchgesetzt wird. Die deutliche Mehrheit rechnet nicht mehr damit: 59 Prozent meinen, dass eine Impfpflicht für alle nicht kommen wird.

Corona-Pandemie bleibt wichtigstes Thema

70 Prozent der Befragungsteilnehmer und -teilnehmerinnen schätzen die Corona-Pandemie weiterhin als das wichtigste politische Problem der Bundesrepublik ein – ein ähnliches Ergebnis ergab die Befragung Ende des vergangenen Jahres. Die Angst vor dem Virus ist jedoch in der Bevölkerung geschrumpft.

Trotz der anhaltenden Beschränkungsmaßnahmen zur Pandemiebekämpfung ist die Zufriedenheit der Bevölkerung mit den Maßnahmen der Regierung mit fast 50 Prozent leicht gestiegen. Im Gegensatz dazu empfinden 23 Prozent die Maßnahmen übertrieben.

Mehrheit glaubt nicht an ein baldiges Ende der Pandemie

Die meisten Befragten glauben nicht, dass Deutschland sich nach der Omikron-Welle auf die Endemie zubewegt: 75 Prozent rechnen damit, dass es weitere Wellen mit neuen Virusvarianten und hohen Fallzahlen geben wird.

RND/ab