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Der große US-Hubschrauberträger „Kearsarge“ ist am Samstag in der Ostsee angekommen.

USA verlegen Flottenverband in die Ostsee

Die USA haben am Samstag auf der Ostsee ein machtvolles Signal an Russland geschickt. Die US Navy verlegte einen der größten Flottenverbände seit Jahrzehnten in die Ostsee. Ein Landungsschiff und ein Hubschrauberträger passierten die dänischen Meerengen, den Fehmarnbelt und die Kadetrinne. Ein US-Zerstörer übt bereits in der Ostsee.

In der zentralen Ostsee sollen die US-Einheiten an Manövern mit den Nato-Partnern teilnehmen. Die Präsenz dieser großen Schiffe ist auch ein Teil der Unterstützung von Nato-Partnern sowie den noch neutralen Staaten Finnland und Schweden. Die Verlegung eines so großen Schiffes in die Ostsee wird in Sicherheitskreisen als deutliches Signal an Russland gewertet. Moskau hatte im April erst das große Landungsschiff „Ivan Gren“ von der Nordflotte aus Murmansk in die Ostsee verlegt.

„Kearsarge“ ist größtes Kampfschiff in der Ostsee seit 1989

Angeführt wurde der US-Verband von dem Hubschrauberträger „Kearsarge“. Die dänische Marine eskortierte den Hubschrauberträger durch die engen Gewässer im Großen Belt.

Die 40.000 Tonnen verdrängende und 256 Meter lange und 42 Meter breite „Kearsarge“ ist das größte Kampfschiff seit 1989 in der Ostsee. Im Juni 1989 hatte das US-Schlachtschiff „Iowa“ in der Ostsee an einem Manöver teilgenommen und Kiel besucht. Die „Iowa“ hatte eine Verdrängung von 45.000 Tonnen.

Signal an Russland: Rund 2000 US-Soldaten auf Schiffen in der Ostsee

Die mit Hubschraubern, Kampfjets, Landunsgbooten und Panzern ausgestattete „Kearsarge“ wird von dem Docklandungsschiff „Gunston Hall“ begleitet. An Bord sind vermutlich 2000 Frauen und Männer der 22. Marine Expeditionary Unit, einer weltweit einsetzbaren Kampftruppe der US Marines.

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Die Einheiten bilden eine amphibische Kampfgruppe für Landungen und Operationen an Küsten. Seit Mitte März sind die „Kearsarge“ und die „Gunston Hall“ im Bereich der 6. US-Flotte im Einsatz. Die Flotte ist für das Mittelmeer und den gesamten östlichen Atlantik zuständig. Zuletzt nahmen die Soldaten in Norwegen an der Übung „Cold Response“ teil.

Dieser Text erschien zuerst bei den „Kieler Nachrichten“.

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Von Frank Behling/RND