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Mehr als 30 Millionen Menschen werden im Rahmen des Zensus 2022 befragt. Quelle: Daniel Karmann/dpa

Zensus 2022: So schützen Sie sich vor Betrügern

Am Sonntag ist in Deutschland der Zensus gestartet. Unter dem Motto „Erfassen, was ist. Gestalten, was wird“ soll die erste Volkszählung seit 2011 Aufschluss darüber geben, wie viele Menschen in Deutschland leben, wie sie arbeiten und wie sie wohnen. Bundesweit werden für den Zensus mehr als 30 Millionen Personen befragt.

Auch wenn eine Auskunftspflicht für die ausgewählten Personen besteht, dürfen die Interviewer und Interviewerinnen nicht alles fragen – sensible Fragen, etwa nach Kontodaten und Impfstatus, sind tabu. Die Behörden warnen vor Betrügern, die den Zensus 2022 für kriminelle Machenschaften nutzen könnten.

Lesen Sie hier, wie der Zensus abläuft und wie sie sich vor Betrug schützen können:

Zensus 2022: Kontaktaufnahme erfolgt nur per Post

Die zuständigen Erhebungsstellen beziehungsweise die Statistischen Ämter der Länder kontaktieren die ausgewählten Haushalte zunächst immer postalisch. Ausgewählte Personen werden ohne vorhergehendes postalisches Anschreiben nicht per E-Mail kontaktiert oder mit Links in E-Mails zur Onlinebefragung aufgerufen.

Die Behörden warnen: Sollten Sie E-Mails mit solchen Links erhalten, sind es Fälschungen. Klicken Sie diese Links nicht an und informieren Sie umgehend die zuständige Erhebungsstelle oder die Polizei.

Der richtige und einzige Zugang zum Onlinefragebogen des Zensus 2022 ist die offizielle Website.

Zensus-Interviewer vor der Tür: Beauftragte müssen sich ausweisen

In dem Brief der Erhebungsstelle wird ein Termin mitgeteilt und die Person namentlich benannt, die die Befragung durchführen wird. Auch eine Telefonnummer ist angegeben.

Die Interviewer und Interviewerinnen, die die Befragungen durchführen, kommen nie ohne Ankündigung vorbei und können sich außerdem mit einem speziell für den Zensus ausgestellten Dokument ausweisen.

Die Polizei rät dringend dazu, die Daten des Ausweises zum Zensus 2022 auch mit dem Personalausweis abzugleichen.

Zensus-Fragen: Vorsicht bei falschen Fragen zu sensiblen Daten

Beim Zensus 2022 werden ausschließlich Fragen zur Person, zur Ausbildung und zur Arbeit gestellt.

Fragen nach der Sozialversicherungsnummer, dem Personalausweis oder dem Reisepass, der Unterschrift, Bank-, Kredit- und Kontodaten, E-Mail-Adressen, persönlichen Passwörtern oder geplanten Urlauben sowie dem Impfstatus werden nicht gestellt

Sollten Interviewerinnen oder Interviewer dennoch nach diesen Themen fragen, raten die Behörden dazu, die nächste Polizeidienststelle oder die Erhebungsstelle zu kontaktieren.

Der Fragebogen mit sämtlichen Fragen kann auf der Website des Zensus eingesehen werden.

Zensus-Interviewer: Keine Einlasspflicht

Befragte müssen die Interviewerin oder den Interviewer nicht in ihre Wohnung lassen.

Das Interview kann entweder mit dem Erhebungsbeauftragten an der Tür oder auch einfach selbstständig online durchgeführt werden.

Hierzu überreicht die Interviewerin oder der Interviewer persönlich die notwendigen Onlinezugangsdaten. Das Interview dauert rund fünf bis zehn Minuten.

RND/ao/dpa

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