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Eine Frau nach der Ankunft in Dover, England, am 3. Mai. Quelle: Getty Images

Immer mehr Menschen erreichen Großbritannien

London. Im laufenden Jahr sind bereits mehr als 8000 Menschen in kleinen Booten über den Ärmelkanal von Frankreich nach Großbritannien gelangt. Das geht aus Daten der britischen Regierung hervor, wie die Nachrichtenagentur PA am Montag meldete.

Die Zahl der Bootsmigranten am Ärmelkanal steuert damit auf einen Rekord zu. Der Trend zeigt schon seit Jahren nach oben. Im Vorjahreszeitraum waren es etwa 3100 Menschen, vor zwei Jahren 1340. Allein am vergangenen Wochenende erreichten mehr als 600 Menschen die englische Küste auf diesem Weg.

Die Regierung in London hofft, dass ihre neue Asylpolitik die Menschen abschrecken wird. Demnach soll künftig in Großbritannien einer großen Zahl der illegal eingereisten Migranten kein Recht auf Asyl mehr gewährt werden.

Sie sollen stattdessen nach Ruanda geschickt werden und dort einen Antrag auf Asyl in dem ostafrikanischen Land stellen können. Ein entsprechendes Abkommen mit Kigali sieht vor, dass Großbritannien dem Land entsprechende finanzielle Mittel im Austausch zukommen lässt.

Die ersten 50 Bescheide wurden inzwischen verschickt, wie Premierminister Boris Johnson am vergangenen Wochenende mitteilte. „Wir wollen diese Praxis vollständig etablieren und glauben, dass es etwas von diesem wachsenden Trend umkehren kann“, sagte ein Sprecher des Premiers am Montag vor Journalisten.

RND/dpa