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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sieht einen Nato-Beitritt Schwedens und Finnlands weiter kritisch. (Archivbild) Quelle: Markus Schreiber/AP/dpa

„Sollten sich nicht abmühen“: Erdogan will Nato-Beitritt Finnlands und Schwedens nicht zustimmen

Istanbul. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat sich trotz Bemühungen um eine Einigung vonseiten des Verteidigungsbündnisses erneut kritisch zu einem möglichen Nato-Beitritt Finnlands und Schwedens geäußert. Man könne nicht einem Beitritt von Ländern zustimmen, die Sanktionen gegen die Türkei verhängten, sagte Erdogan am Montag in Ankara. Er warf beiden Ländern erneut die Unterstützung von „Terrororganisationen“ wie etwa der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK vor.

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Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hatte am Wochenende bereits kritisiert, dass es wegen des türkischen Kampfes gegen diese Gruppierungen Exportbeschränkungen für Rüstungsgüter gebe und deren Aufhebung gefordert.

Erdogan sagte weiter mit Blick auf den Besuch einer finnischen und schwedischen Delegation in der Türkei, sie sollten sich erst gar nicht bemühen. „Werden sie kommen, um uns zu überzeugen? Wenn ja, nichts für ungut, sie sollten sich nicht abmühen“, sagte er.

Die schwedische Ministerpräsidentin Magdalena Andersson hatte am Montag in Stockholm einen Antrag zur Nato-Mitgliedschaft angekündigt. „Wir verlassen eine Ära und treten in eine neue ein“, sagte sie. Bereits am Sonntag hatte die Regierung des schwedischen Nachbars Finnland mitgeteilt, dass sie einen Nato-Beitrittsantrag stellen will. Um dem Militärbündnis beitreten zu können, bedarf es allerdings der Zustimmung aller 30 Mitgliedsstaaten.

Der türkische Präsident hatte bereits vergangene Woche mit ablehnenden Äußerungen zu einem möglichen Nato-Beitritt von Finnland und Schweden für Unruhe im Bündnis gesorgt und gesagt, skandinavische Länder seien geradezu „Gasthäuser für Terrororganisationen“.

RND/dpa

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