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17. Mai 22: Bundeskanzler Olaf Scholz empfängt den Regierungschef des Fürstentums Liechtenstein, Daniel Risch, in Berlin. Scholz hat am Dienstag erneut mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj telefoniert. Quelle: IMAGO/Emmanuele Contini

Ukraine hofft auf Deutschlands Beistand für EU-Mitgliedschaft

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat am Dienstag erneut mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj telefoniert. Inhalt des Gesprächs sei die aktuelle militärische und humanitäre Lage in der Ukraine gewesen, erklärte der Sprecher der Bundesregierung Steffen Hebestreit nach dem Telefonat.

Scholz und Selenskyj seien sich einig, dass „eine diplomatische Verhandlungslösung zwischen der Ukraine und Russland ein umgehendes Ende der Kampfhandlungen seitens Russland und einen Abzug der russischen Truppen aus der Ukraine erfordere“, hieß es am Dienstag.

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Der Bundeskanzler und der ukrainische Präsident hätten zudem über weitere Möglichkeiten zur Unterstützung der Ukraine gesprochen. Die Staatsmänner hätten zudem verabredet, „weiterhin eng in Kontakt zu bleiben“.

Selenskyj bezeichnete das Telefonat am Dienstag als „produktiv“. Er schätze die Unterstützung aus Deutschland, einschließlich die defensiven Hilfen. Weiter schrieb der ukrainische Präsident auf Twitter, man zähle auf weitere Unterstützung aus Deutschland „auf dem Weg zur vollen EU-Mitgliedschaft der Ukraine“.

Erst vergangene Woche telefonierte Scholz nach wochenlanger Funkstille mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Bereits da habe der Bundeskanzler nach eigenen Angaben Putin zu einem schnellstmöglichen Waffenstillstand in der Ukraine aufgefordert.

RND/dpa/hyd

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