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23.05.2022, Schweiz, Davos: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj spricht per Video-Schalte bei einer Plenarsitzung zur Eröffnung des 51. Jahrestreffens des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos zu den Teilnehmern. Quelle: Laurent Gillieron/KEYSTONE/dpa

Selenskyj: Russland führt „totalen Krieg“ gegen Ukraine

Kiew. Fast drei Monate nach Beginn der russischen Invasion in die Ukraine hat Präsident Wolodymyr Selenskyj den Angriffstruppen blinde Zerstörungswut vorgeworfen. Russland führe einen „totalen Krieg“ gegen sein Land, erklärte Selenskyj am Montagabend in seiner Videoansprache ans Volk. Moskau gehe es darum, so viele Menschen in der Ukraine zu töten und so viel Infrastruktur zu zerstören wie nur möglich.

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Seit Beginn ihres Angriffskriegs am 24. Februar habe die russische Armee 1474 Raketenangriffe auf sein Land ausgeführt und dabei 2275 verschiedene Raketen eingesetzt. Zumeist seien zivile Ziele getroffen worden. In diesem Zeitraum habe Russland mehr als 3000 Luftangriffe geflogen.

Eine Attacke auf die 55 Kilometer nördlich von Kiew gelegene Stadt Desna habe 87 Tote zur Folge gehabt, ergänzte Selenskyj. „Tatsächlich hat es einen solchen Krieg auf dem europäischen Kontinent seit 77 Jahren nicht mehr gegeben.“

Die russische Armee konzentriere ihre Kräfte nun auf Städte wie Bachmut, Popasna und Sjewjerodonezk, sagte Selenskyj. Er appellierte an seine Landsleute, die nicht auf dem Schlachtfeld kämpfen, auf jede erdenkliche Weise zu helfen. Er selbst arbeite darauf hin, den internationalen Druck auf Russland zu erhöhen und für sein Land mehr Unterstützung zu bekommen. „Die absolut Priorität ist Waffen und Munition für die Ukraine.“

RND/AP