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AfD-Fraktionschefin Alice Weidel spricht bei einer Rede im Bundestag. Quelle: IMAGO/Emmanuele Contini

Bericht über Kremlpropaganda: Russische Polizisten mussten Alice-Weidel-Rede hören

Laut einem Bericht der „Bild“-Zeitung werden russische Polizisten nach dem Willen des russischen Innenministeriums einmal pro Woche verstärkt politisch unterwiesen, um „den Glauben an die Bösartigkeit der Nato und den Kampf Russlands gegen den perfiden Westen zu stärken“. Auf dem Vorlesungsplan, den das russische Portal „Mediazona“ veröffentlichte, stand demnach auch eine Bundestagsrede der AfD-Fraktionschefin Alice Weidel von Ende Februar.

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Propagandaschulung von Polizisten: Wer nicht mitschreibt, riskiert Job

In dieser Rede sagte Weidel dem Bericht zufolge unter anderem: „Es war ein verhängnisvoller Fehler, die Ukraine mit den unerfüllbaren Versprechen einer Mitgliedschaft in Nato und EU in eine aussichtslose Konfrontation und eine gefährliche Zerreißprobe zu locken.“ Außerdem sei seit Langem klar gewesen, dass eine mögliche Nato-Mitgliedschaft der Ukraine eine rote Linie für Russland darstelle, so Weidel in ihrer Rede.

Die „Bild“ schreibt weiter, dass die Pflicht zu diesen Propaganda­vorlesungen seit Anfang März besteht, also kurz nach Beginn des Krieges gegen die Ukraine. Polizisten werde unter anderem der Inhalt von Sitzungen des Sicherheitsrates, Telefonaten von Putin und von Sanktionen der Europäischen Union gezeigt. Die Polizisten müssten alles mitschreiben, ansonsten riskierten sie ihren Job oder dürften nicht in den Urlaub fahren.

RND/toe

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