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CSU-Fraktionsvorsitzender Alexander Dobrindt (Archivbild) Quelle: IMAGO/Bernd Elmenthaler

„Fataler Fehler“ – CSU kritisiert Entscheidung zum Verbrenner-Aus

Berlin. CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat die Entscheidung der EU-Staaten zum Verbrenner-Aus als einen „fatalen Fehler“ bezeichnet. Dieser hänge maßgeblich mit dem „desolaten Auftritt“ der Ampel-Regierung zusammen, sagte Dobrindt am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Statt dem Verbrenner mit CO2-freien synthetischen Kraftstoffen eine klare Perspektive zu geben, habe die Bundesregierung viel zu lange keine abgestimmte Position gehabt. „Jetzt soll ausgerechnet die EU-Kommission Ausnahmen für klimaneutrale Kraftstoffe erarbeiten, obwohl sie in der Vergangenheit selbst ein Verbrenner-Aus vorgeschlagen hatte.“

Vorwürfe an Ampel-Regierung

Der Verbrennungsmotor habe den Wohlstand in Europa über Jahrzehnte mit gesichert, Arbeitsplätze und Wertschöpfung geschaffen, argumentierte der Abgeordnete. „Den nächsten technologischen Sprung der Verbrenner in eine CO2-freie Zukunft jetzt vorsätzlich anderen Regionen der Welt zu überlassen, ist vollkommen fahrlässig. Die Bundesregierung hat es versäumt, ihre Führungsrolle wahrzunehmen und diese innovationsfeindliche und wohlstandsgefährdende Politik aus Brüssel zu stoppen.“

Die Umweltminister der 27 EU-Staaten hatten sich geeinigt, dass in der Union ab 2035 nur noch klimaneutrale Neuwagen verkauft werden sollen. Zugleich wird die EU-Kommission einen Vorschlag machen, wie nach 2035 noch Fahrzeuge zugelassen werden können, die ausschließlich mit klimaneutralen Kraftstoffen (E-Fuels) betrieben werden.

RND/dpa