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26.05.2022, Russland, Moskau: Der russische Präsident Wladimir Putin hört dem russischen Beauftragten für Unternehmerrechte, Boris Titow, während ihres Treffens im Kreml, zu. Russland hat angesichts der angekündigten US-amerikanischen Truppenverstärkung in Europa mit „Ausgleichsmaßnahmen“ gedroht. Quelle: Mikhail Metzel/Pool Sputnik Krem

Russland droht Westen mit „Ausgleichsmaßnahmen“

Moskau. Russland hat angesichts der angekündigten US-amerikanischen Truppenverstärkung in Europa mit „Ausgleichsmaßnahmen“ gedroht. Moskau habe Washington im vergangenen Jahr Gespräche über gegenseitige Sicherheitsgarantien angeboten, um ein Eskalationsszenario zu vermeiden, sagte Vize-Außenminister Sergej Rjabkow am Mittwoch der Agentur Interfax zufolge. Diese Chance hätten die USA verpasst, meinte er. „Jetzt führt das, was gerade passiert, ganz sicher zu Ausgleichsmaßnahmen von unserer Seite.“

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Rjabkow fügte hinzu: „Ich denke, dass diejenigen, die solche Lösungen vorschlagen, sich der Illusion hingeben, dass sie Russland einschüchtern, irgendwie eindämmen können. Das wird ihnen nicht gelingen.“

Ungeachtet der Tatsache, dass Russland vor mehr als vier Monaten das Nachbarland Ukraine angegriffen hat, stellt der Kreml immer wieder die Nato und die USA als Hauptgefährder für Europas Sicherheit dar. Moskau hat vor diesem Hintergrund bereits mehrfach betont, seine westlichen Grenzen stärken zu wollen.

US-Präsident Joe Biden hatte früher am Mittwoch bei einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg erklärt, dass die USA ihre Truppenpräsenz in Europa infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine weiter ausbauen wollen. Ein Schwerpunkt der US-Truppenverstärkungen ist nach Bidens Angaben die Ostflanke der Nato - etwa Polen.

RND/dpa