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29.06.22: Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg bei einer Pressekonferenz im Rahmen des Nato-Gipfels in Madrid. Quelle: Getty Images

Nato-Chef Stoltenberg sagt Mauretanien Unterstützung in Sicherheitsfragen zu

Die Nato hat dem nordwestafrikanischen Land Mauretanien Unterstützung in Sicherheitsfragen zugesagt. Die Alliierten hätten sich auf ein Paket zum Aufbau von Verteidigungsfähigkeiten für Mauretanien geeinigt, sagte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Mittwoch beim Nato-Gipfel in Madrid. Man werde dem Land bei der Bewältigung von Sicherheitsproblemen wie dem Grenzschutz, irregulärer Migration und Terrorismus helfen. Auf Bitten Mauretaniens werde man die Hilfe auf Schlüsselbereiche wie Spezialoperationen und die maritime Sicherheit konzentrieren.

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Als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine hat die Nato am Mittwoch ein neues strategisches Konzept beschlossen. In dem überarbeiteten Grundlagendokument für politische und militärische Planungen wird Russland als „größte und unmittelbarste Bedrohung für die Sicherheit der Verbündeten und für Frieden und Stabilität im euro-atlantischen Raum“ bezeichnet.

Als Konsequenz stockt die Nato ihre einsatzbereiten Truppen deutlich auf. Die derzeit rund 40 000 Soldaten umfassende schnelle Einsatztruppe solle im künftig auf 300.000 aufgestockt werden. „Wir werden unsere Vorwärtsverteidigung stärken, wir werden unsere Kampftruppen im östlichen Teil des Bündnisses auf Brigadestärke heben“, erklärte der Nato-Chef.

„Der Krieg von Präsident Putin gegen die Ukraine hat den Frieden in Europa erschüttert und die größte Sicherheitskrise in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg ausgelöst“, erklärte Stoltenberg.

Auch der Ukraine habe man am ersten Tag des Gipfeltreffens weitere Unterstützung bei der Verteidigung gegen die russische Invasion zugesagt. Die 30 Mitgliedstaaten hätten ein umfassendes Paket vereinbart, sagte Stoltenberg. Dazu gehörten sichere Kommunikationsmittel, Treibstoff, medizinische Versorgung, Schutzwesten und Ausrüstung zur Bekämpfung von Minen sowie chemischen und biologischen Bedrohungen. Auch Hunderte tragbare Drohnenabwehrsysteme seien Teil des Pakets.

RND/dpa/hyd

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