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In Litauen prüfen Bundeswehrvertreter die Bedingungen für einen Brigadestab. Quelle: Michael Kappeler/dpa

Bundeswehr prüft Bedingungen für Brigadestab in Litauen

Parallel zum Nato-Gipfel ist in Litauen eine Delegation der Bundeswehr eingetroffen. Nach Angaben der litauischen Armee nahmen die deutschen Militärvertreter die Infrastruktur und Bedingungen für den Aufbau eines Brigadestabs in Augenschein. Auf dem Militärstützpunkt Rukla trafen die deutschen Offiziere zu Gesprächen mit der Führung des Verteidigungsstabs, des Heeres und anderen Militärs zusammen, wie die Streitkräfte des baltischen EU- und Nato-Landes am Donnerstag mitteilten.

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Angesichts des russischen Angriffs auf die Ukraine hatte die Nato auf ihrem Gipfel in Madrid die Verstärkung der Ostflanke beschlossen. Demnach sollen die bestehenden multinationalen Nato-Gefechtsverbände auf Brigadeniveau ausgebaut werden. Deutschland soll dabei eine Kampftruppenbrigade mit 3000 bis 5000 Soldaten für Litauen führen.

Eine halbe Milliarde Euro soll investiert werden

„Wir werden mit Deutschland zusammenarbeiten, um die Beschlüsse der Nato umzusetzen“, wurde der litauische Armeechef Valdemaras Rupsys in der Mitteilung zitiert. „Ich kann mit Überzeugung sagen, dass Deutschland einer unserer stärksten Partner ist.“

Von der neuen multinationalen Kampftruppenbrigade sollen nach ersten Planungen nur Teile in Litauen stationiert werden. Andere sollen in Bereitschaft in den jeweiligen Truppenstellerstaaten bleiben können. Litauen will dazu seine Infrastruktur zur Unterbringung von Soldaten verbessern. Dafür soll nach Angaben von Verteidigungsminister Arvydas Anusauskas etwa eine halbe Milliarde Euro investiert werden.

Seit 2017 ist in dem an die russische Exklave Kaliningrad und an Russlands Verbündeten Belarus grenzenden Litauen ein Nato-Bataillon mit derzeit etwa 1600 Soldaten stationiert. Angeführt wird es von der Bundeswehr, die mit gegenwärtig mehr als 1000 Einsatzkräften das größte Truppenkontingent stellt. Der Gefechtsverband ist in die litauische Infanteriebrigade „Iron Wolf“ eingegliedert.

RND/dpa

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