Mittwoch , 28. September 2022
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Spielszene aus der Champions-League-Qualifikationsrunde Fenerbahce Istanbul beim Spiel gegen Dynamo Kiew am Mittwochabend in Istanbul. Quelle: IMAGO/Newspix

Nach „Putin“-Rufen: Fenerbahce-Präsident entschuldigt sich nicht

Istanbul. Nach „Wladimir Putin“-Rufen durch Fans von Fenerbahce Istanbul beim Spiel gegen Dynamo Kiew hat sich der Club vom Verhalten der Fans distanziert – bei der Ukraine entschuldigen will sich Vereinspräsident Ali Koc aber nicht.

„Meiner Meinung nach waren es unangebrachte, unnötige Rufe. Sie waren weit entfernt von der Identität und den Werten von Fenerbahce. Aber was sollen wir machen, den Menschen den Mund mit einem Reißverschluss verschließen?“, sagte Koc am Samstag nach Angaben der Sportzeitung „Fanatik“. „Wir werden uns nicht bei der Ukraine entschuldigen.“ Koc betonte zudem, dass die ukrainischen Spieler die Fans mehrmals provoziert hätten.

Fenerbahce-Präsident Koc: „Wir sind auf der Seite der Menschlichkeit“

Die Haltung von Fenerbahce sei klar, sagte Koc weiter. „Wir stehen auf der Seite von niemanden, wir sind gegen den Krieg, wir sind auf der Seite der Menschlichkeit. So klar ist unsere Haltung.“

Zahlreiche Fenerbahce-Anhänger hatten in der zweiten Halbzeit der Partie der zweiten Champions-League-Qualifikationsrunde am Mittwochabend in Istanbul den Namen des russischen Präsidenten Wladimir Putin skandiert.

Witalij Bujalskyj (57. Minute) hatte Kiew in Führung gebracht, anschließend gab es die „Wladimir Putin“-Rufe von der Tribüne. Fenerbahce hatte sich von dem Verhalten der Fans distanziert. Die Fußball-Union UEFA will wegen des Vorfalls eine disziplinarische Untersuchung einleiten.

Ukrainischer Rekordmeister setzt sich durch

Der ukrainische Rekordmeister setzte sich am Mittwochabend im Rückspiel in Istanbul mit 2:1 (1:1, 0:0) nach Verlängerung durch. Der knappe Auswärtssieg reichte nach dem 0:0 im Hinspiel, um die dritte Qualifikationsrunde für die Königsklasse zu erreichen. Dabei trifft Kiew auf den österreichischen Vertreter Sturm Graz.

RND/dpa